Herausforderung „Problemkinder/-Jugendliche“
Kinder und Jugendliche mit aggressiven und dissozialen Verhaltensweisen zählen zu den größten Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Pädagogik im Allgemeinen. Sie gelten als „problematisch“, sind unberechenbar und wirken unbetreubar. Ständig schwankt man in der pädagogischen Arbeit mit ihnen zwischen Verzweiflung, Hilflosigkeit und Kapitulation. Doch was macht diese Kinder und Jugendlichen wirklich so schwierig? Häufig ist ihre Biografie durch zahlreiche Traumarisikofaktoren geprägt und ihre frühkindliche Bindungserfahrung desorganisiert und desorientiert.
Die Methoden der Traumapädagogik bieten hierbei eine Möglichkeit, diese Kinder und Jugendliche zu erreichen und sie betreubar zu machen.
Dieses Seminar gibt einen Einblick in die Entwicklung von sogenannten „problematischen und systemsprengenden“ Kindern und Jugendlichen“. Es werden Fachwissen und im Alltag leicht anwendbare Methoden vermittelt, um der negativen Dynamik entgegenzuwirken. Zudem setzt sich dieses Seminar mit den Belastungsfaktoren für Sozial-/Pädagog*innen in der Beziehungsgestaltung auseinander und zeigt Methoden zur Entlastung auf.
Zielgruppe
Mitarbeiter*innen der Kinder- und Jugendhilfe, der Flexiblen Hilfen, Pädagog*innen im schulischen Kontext, beratende und begleitende Fachkräfte der mobilen Dienste, alle am Thema interessierte Professionist*innen
Inhalt
- Erkennen der Traumarisikofaktoren bei „Systemsprenger*innen“
- Bindungstypologie nach Mary Ainsworth und deren Bedeutung im pädagogischen Alltag
- Besonderheiten der Bindungsgestaltung bei „systemsprengenden“ Kindern und Jugendlichen
- Methoden der Deeskalation
- Übertragung / Gegenübertragung / Gegenreaktionen
- Umgang mit den Komorbiditäten Sucht, ADHS, Selbstverletzung und Straffälligkeit
- Belastungsfaktoren in der Beziehungsgestaltung
- Selbstfürsorge in der Arbeit mit „problematischen“ Kindern und Jugendlichen
Ziele
- Methoden für die Beziehungsgestaltung bei „systemsprengenden“ Kindern und Jugendlichen
- Erkennen von Beziehungsdynamiken durch Übertragungen und Gegenreaktionen
- Umsetzung des Fachwissens im Alltag
- Erarbeitung von Deeskalationsstrategien
- Besserer Umgang mit Belastungsfaktoren
- Einsatz von neuen Arbeitsmethoden / Arbeitsmaterialien
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