16. März 2026

Wörterbuch der Traumapädagogik: Selbstwirksamkeit

In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf den Begriff Selbstwirksamkeit aus dem Wörterbuch der Traumapädagogik des öTPZ.

Selbstwirksamkeit in der Traumapädagogik

Selbstwirksamkeit beschreibt die innere Überzeugung eines Menschen, aufgrund eigener Fähigkeiten und Kompetenzen etwas bewirken zu können. Sie ist die Grundlage dafür, Herausforderungen anzunehmen, Entscheidungen zu treffen und aktiv Einfluss auf das eigene Leben zu nehmen.

Gerade für Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erfahrungen ist dieses Gefühl häufig erschüttert. Traumatische Erlebnisse können dazu führen, dass Betroffene sich ausgeliefert fühlen und den Eindruck gewinnen, keine Kontrolle über ihr eigenes Handeln oder ihre Lebenssituation zu haben.

In der traumapädagogischen Arbeit ist es daher ein zentrales Ziel, Selbstwirksamkeit wieder erfahrbar zu machen. Durch kleine, erreichbare Schritte, positive Rückmeldungen und das bewusste Wahrnehmen eigener Stärken können Kinder und Jugendliche erleben, dass ihr Handeln etwas bewirkt.

Fachkräfte begleiten diesen Prozess, indem sie Ressourcen sichtbar machen, Erfolgserlebnisse ermöglichen und Handlungsspielräume eröffnen. Auf diese Weise entsteht Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten – eine wichtige Grundlage für Entwicklung, Stabilität und persönliche Zukunftsperspektiven.

Im Wörterbuch der Traumapädagogik des öTPZ – Österreichisches Traumapädagogikzentrum steht Selbstwirksamkeit deshalb für eine zentrale pädagogische Zielsetzung: Menschen dabei zu unterstützen, die eigenen Fähigkeiten zu erkennen und ihr Leben wieder aktiv gestalten zu können.

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